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Betriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung

Gesundheit im Unternehmen managen

Betriebliche Gesundheitsförderung - Überblick

Betriebliche Gesundheitsförderung - BGF beschreibt eine systematische Herangehensweise mit dem Zweck, Menschen in Organisationen gesund und leistungsfähig zu erhalten. Viele Bereiche kommen mit BGF in Berührung und beeinflussen dadurch die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten.

BGF ist zum Beispiel eng verzahnt mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille. Beispiel: Ausgangspunkt beider Perspektiven ist eine systematische Gefährdungsbeurteilung oder Analyse der vorhandenen Situation (IST-Analyse). Die abgeleiteten möglichen Maßnahmen sind dann technischer oder organisatorischer oder verhaltensbezogener Natur.   

BGF und das Betriebliche Eingliederungsmanagement liegen nah beieinander. Motivierende bzw. wertschätzende Gesprächsführung und Kommunikation sowie gute Führung sind für beide Perspektiven maßgebend, um Akzeptanz zu finden. Denn nur durch die Beachtung beider Aspekte und die Kompetenz der jeweiligen Adressaten können Gespräche und Führungssituationen erfolgreich und gleichzeitig würdevoll durchgeführt werden.   

BGF zeigt sich auch in der Personal- und Organisationsentwicklung. Werden Mitarbeiter eingestellt, folgen je nach Betriebsgröße und Struktur die Phasen der Sicherheitsunterweisungen und Einarbeitung, das Kennenlernen der Kollegen, Vorgesetzten und der betrieblichen Abläufe. Peu a peu wird schließlich die jeweilige Unternehmenskultur eingeatmet. In diesem wichtigen Prozess lernt der neue Beschäftigte die "Gesundheitskultur" des Unternehmens kennen und kann von ihr positiv oder negativ beeinflussst werden.   

Abhängig von Branche und Unternehmensgröße müssen mehr oder weniger schnell neue Kompetenzen erworben werden. Arbeitsprozesse und Abläufe verändern sich oder müssen aktiv angepasst werden, weil es unternehmerisch sinnvoll ist. Organisationale Aspekte und Förderung der Weiterbildung sind also lebenswichtig für Unternehmen. BGF heißt aus dieser Perspektive Veränderungsbereitschaft und ein Miteinander zu fördern sowie Motivation für Entwicklung und Kompetenzerwerb anzuregen. 

Ein Erfolgsmodell für Unternehmen

Glaubt man der Presse und den einschlägigen Fachzeitschriften, so kann BGF vieles in Unternehmen bewirken. Die positiven Wirkungen Betrieblicher Gesundheitsförderung erscheinen sehr attraktiv:

  • Reduktion der Fehlzeiten,
  • Förderung oder sogar Verbesserung des Betriebklimas und der Zusammenarbeit (Teamspirit),
  • Erhalt und sogar Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten,
  • Heilmittel zum demografischen Wandel, 
  • Finanzieller Gewinn durch Verringerung der Krankenquote, der betrieblichen Ausfallzeiten sowie der Verringerung der Zusatzkosten,   
  • Verbesserung des Images nach innen und außen,
  • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität; ergo mehr Bewerber und erhöhte Bindungskraft für Beschäftigte, 
  • Qualitätssteigerung der Arbeit, weil Beschäftigte besser und länger konzentriert arbeiten können.

 

Die Liste ist sicher nicht vollständig, doch eines ist sicher: BGF ist keine Wunderwaffe und kein Selbstläufer. Alle oben beschriebenen Effekte erfordern eine gute Planung, ein gutes Team und ein zur Verfügung gestelltes Budget. Unterm Strich kann das Unternehmen durch BGF jedoch viel gewinnen. 

Mögliche Ansatzpunkte und Handlungsfelder

  • Anregung, Erhalt und Förderung der Rückengesundheit 
  • Förderung von Entspannungsfähigkeit 
  • Training im Umgang mit Stress
  • Erhöhung der individuellen Resilienz (Widerstandsfähigkeit)
  • Förderung von Bewegung
  • Training des Herz-Kreislauf-Systems  
  • Sensibilisierung für gesunde Ernährung 
  • Verringerung des Suchtmittelkonsums  
  • Förderung und Verbesserung von Klarheit und Wertschätzung in Führungsepisoden    
  • Gestaltung und Etablierung einer positiven Weiterbildungsatmosphäre

Maßnahmen:

Betriebssport, Betriebsküche, Coachings für Beschäftigte und/oder Führungskräfte, Einkauf externer Dienstleistungen und Trainer, gesunde Nahrungsmittel und Getränke für Beschäftigte, Gesundheitsprofile, Gesundheitstage, kluge Personalauswahl, Kooperationen mit Fitnessstudios und Vereinen, Kurse, Lauftreffs, Marketing Kampagnen (intern), Mikrotrainings, Seminare, strategische Gesundheit, Vorleben durch die Unternehmensleitung und oberste Führungskräfte, Vorträge, WBTs, Weiterbildungen, Workshops usw. 

Ein weiterer möglicher Ansatzpunkt ist durch das Konzept der Salutogenese denkbar. Verkürzt und reduziert dargestellt geht es darum, sich die betrieblichen Abläufe und Organisationsstrukturen sowie ggf. die Unternehmenskultur unter der Fragestellung "was im Unternehmen, also welche Tätigkeiten, betrieblichen Abläufe und gewachsenen Strukturen fördern die Gesundheit?" zu betrachten. Dieser Ansatz ist eher ganzheitlich orientiert und erfordert viel Fingerspitzengefühl.     

Kurz-Info zum Konzept der Salutogenese:

Aaron Antonovsky prägte diesen Begriff in den 80er Jahren, indem er Gesundheit als einen Prozess beschrieb, der durch verschiedene Risiko- und Schutzfaktoren beeinflussbar ist. Der zentrale Begriff in Antonovskys Theorie ist das Kohärenzgefühl. Dieses Gefühl wird bestimmt durch die drei Säulen Sinnhaftigkeit, Handhabbarkeit und Verstehbarkeit. Das Kohärenzgefühl wird mitunter auch durch Stimmigkeit beschrieben. Ist eine Situation stimmig, so ist sie eher gesund oder gesundheitsförderlich. Ist eine Situation dagegen nicht verstehbar oder überfordernd oder fehlt der Handlung das dahinterliegende "warum und wofür tue ich das", dann ist die Situation womöglich problematisch und nicht gesundheitsförderlich. 

Finanzierungstöpfe und Rechtliches 

Krankenkassen stellen für ausgewählte und qualitätsgeprüfte Maßnahmen Gelder zur Verfügung. So können Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung durch den § 20 SGB V gefördert werden. Darüber hinaus sind Leistungen des Arbeitgebers bis 500 Euro pro Mitarbeiter und Kalenderjahr von der Lohnsteuer befreit, wenn sie ebenfalls qualitätsgeprüft die betriebliche Gesundheit fördern. Weitere Förderungen von Krankenkassen und teilweise auch von Berufsgenossenschaften sind möglich. Eine Hilfestellung geben wir natürlich gerne. 

Was können wir für Unternehmen im Bereich Betriebliche Gesundheitsförderung tun:

  • Beratung und Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung
  • Duchführung einer Ist-Analyse
  • Konzeptplanung und Unterstützung bei der Maßnahmenplanung
  • Durchführung von Maßnahmen (nach Absprache)
  • Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten (Accelerator, Katalysator, Multiplikator)
  • Beratung und Begleitung der Entscheider

 

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FAQs

Krankenkassen fördern insbesondere Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung, die beim Aufbau und der Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen helfen. Alle förderfähigen Maßnahmen unterliegen allerdings hohen Qualitätsansprüchen (GKV-Leitfaden Prävention) und müssen zum Beispiel durch qualifizierte Präventionskräfte durchgeführt werden. Eine finanzielle Förderung muss in jedem Fall vorher bei einer Krankenkasse beantragt und geprüft werden.